A great design means a great: usability

Die goldenen Regeln für den Erfolg eines Onlineshop's - oder was muss ich beachten wenn ich online etwas verkaufen möchte!

Schaun wir uns doch zuerst einmal die "offline"-Seite an, ein Geschäft für Hemden beispielsweise.

Stellen Sie sich vor Sie gehen in ein Geschäft und wollen ein Hemd kaufen, Sie sind sogar bereit etwas mehr auszugeben sofern das Hemd gut ist, schließlich sind Sie heute gut gelaunt, das Wetter toll ist, Sie frei haben und können in die Stadt fahren - kurz gesagt: Sie sind gut drauf und bereit Geld auszugeben - ihr Glas ist also leer (keine Sorge, das erkläre ich Ihnen später.).

Sie gehen jetzt nun in ein Geschäft - Was muss jetzt alles stimmen damit Sie genau in diesem Geschäft Geld ausgeben - es gibt ja schließlich noch 15 andere im Umkreis die recht schnell zu Fuß erreichbar sind.

Hier einige Faktoren die Einfluss auf die Kaufentscheidung des Kunden nehmen:

  • Er sollte ansprechend sein,
  • vielleicht wird schöne Musik gespielt die Ihnen gefällt (keine Angst, ich werde Ihnen nicht raten Ihren Online-Shop mit Musik zu untermalen!),
  • es kommt (nicht sofort, das nervt nur) ein netter Verkäufer auf Sie zu und fragt ob er Ihnen helfen kann und
  • Sie fühlen sich recht wohl.

Da kauft man gerne ein weil man sofort das Gefühl hat das der Kunde, also Sie selbst, im Mittelpunkt stehen!
Wenn er jetzt auch noch gute Hemden hat steht dem Kauf fast nichts mehr im Weg.

In der Online Welt sieht das jedoch oft anders aus, verwirrende Menüstrukturen mit Begriffen die meist nur ein Fachmann kennt, Werbebanner wo man hinklickt, eine Suche, wenn sie denn vorhanden ist, die wahrscheinlich nicht mal der Programmierer versteht und die Suchergebnisseite sieht aus wie der Wühltisch beim Discounter!

Warum?

Erfolgreich durch eine gute Usability!

Wie gut das "Wohlbefinden" eines Käufers ist hängt also von der Benutzerfreundlichkeit des Shop's ab, der Usability! Shopbetreiber und Programmierer machen sich da meistens zu wenige oder gar keine Gedanken, was am Shop kundenunfreundlich ist. Seien es Pflicht-Eingaben im Checkout-Prozess die überflüssig sind, unschöne Formulierungen die den Kunden nur verwirren, Schönheitsfehler im Design und und und. Das sind zwar alles nur Kleinigkeiten aber "Die Summe macht’s!"

Stellen Sie sich ein Glas Wasser vor, jeder Fehler ist ein Tropfen und irgendwann wird es überlaufen. Ihr Problem ist aber, dass Sie nicht wissen wie groß das Glas - die Geduld des Kunden - ist. Ist es übergelaufen, assoziiert der Kunden Ihren Shop als "Nervig" und dann haben Sie den Salat. Mundpropaganda basiert auf der Zufriedenheit des Kunden nicht nur mit dem Produkt sondern auch dem kompletten Ablauf, nur dann empfehlt er Sie weiter, bestellt selbst noch mal und schreibt evtl. eine positive Bewertung.

Durch die steigende Anzahl an Online-Shops wird Usability-Optimierung immer wichtiger und sollte bereits fester Bestandteil während der Konzeptionierung sein. Viele fertige Shopsysteme weißen schon von Haus aus grundsätzliche Fehler auf, an denen gar nicht erst gezweifelt wird das es Fehler sind! Der Grund ist, das meistens Programmierer dafür verantwortlich sind wie etwas zu funktionieren hat. Wir kennen es ja selbst, man sitzt abends da, hat ein neues Feature und denkt sich: "Wow, COOOL, da kann der User dann da klicken und hier was ausfüllen und dann pop dort was hoch! Wie GEIL!". Aber wer braucht zum Beispiel einen Merkzettel! Ich persönlich habe noch NIE einen Merkzettel genutzt! Im Gegenteil, wenn ich Merkzettel lese suggeriert er mir: "Oh oh, das Produkt werd ich wahrscheinlich aufgrund der Unübersichtlichkeit der Seite NIE wieder finden, deshalb soll ich’s mir merken!?" In einem Baumarkt finde ich z.B. nie was ich brauche! Warum gibt es denn dort keine Merkzettel!? Außerdem, wenn man sich wirklich mal was merken will kann man's immer noch Bookmarken!

Hinterfragt eure Funktionen, seht, oder versucht es zumindest, aus Kundensicht! Lasst Testkäufer ran! So können viele Fehler schon im Vorfeld beseitigt werden. Nichts ist von Anfang an perfekt, aber es man kann nah dran sein!

Hier zwei Usability-Fehler die mir auch noch oft auffallen:

1. Warum registrieren?
Warum muss ich mich eigentlich in einem Shop registrieren? Warum braucht ein Kunde ein Konto? Welche Daten will ich von Ihm, die ich nicht auch über eine normale Bestellung ohne Registrierung bekomme? Pflicht-Registrierung ist total out, nervt ungemein und sollte vermieden werden, oder würden Sie ein Hemd kaufen wenn Sie vorher erst eine Kundenkarte ausfüllen MÜSSEN?

"Bitte erst ausfüllen, sonst kann ich Ihnen das Hemd nicht verkaufen!" - Sie würden dem Verkäufer den Vogel zeigen!

2. Keine Suchfunktion
Unabhängig von der Zielgruppe sind wir der Meinung, dass eine Suchfunktion enorm wichtig ist! Wenn der Kunde im Geschäft nach etwas bestimmten sucht kann er immer jemanden Fragen. Diese Möglichkeit hat er online nicht, außer vielleicht bei Ikea, aber so etwas sprengt dann doch meistens das Budget und man wird ein einfaches Suchformular anbieten. Je nach Sortiment kann die Suche mal mehr, mal weniger prominent sein. Wenn Sie beispielsweise nur Hemden einer Marke verkaufen ist die Suche weniger wichtig als in einem Shop der 1.000 verschiedene Marken anbietet, dazu noch Hosen, Unterwäsche, und und und. Geben Sie dem Kunden aber immer zumindest die Möglichkeit zu suchen und zeigen Sie die Ergebnisse so an wie Sie in einem Geschäft auch die Hemden präsentiert bekommen, mit Bild, Preis, Link zum Produkt und natürlich auch mit der Möglichkeit das Produkt gleich zu kaufen.

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